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 Photo: Joseph Teeling

Photo: Joseph Teeling

Was war der Style der 80er?

"In und aus der Zeit" von Ella Plevin

aus Teheran von Mahan Moalemi

Palermo, Wien, Salzburg, Mönchengladbach, Berlin, Dresden, München, Frankfurt, Zürich, Basel, Bucharest, London, New York

 From left to right: Herbert Brandl, Peter Pakesch, Heimo Zobernig, Franz West, 1987

From left to right: Herbert Brandl, Peter Pakesch, Heimo Zobernig, Franz West, 1987

Photo: Didi Sattmann

Anfang der 80er Jahre entstand in Wien eine Kunstszene, die mehr sein wollte als lokal. Ein Gespräch über die Erweiterung der Köln-New York-Achse nach Wien, und lange Nächte mit John Baldessari. Von Edek Bartz & Peter Pakesch

CryptoKitties

In den 1980ern wurde das Kunstwerk zum Spekulationsobjekt. Heute arbeiten Blockchain-Startups daran, es noch vom letzten Rest Aura zu befreien. Von Daniel Keller

Mit dem Erscheinen von The Face und i-D im Jahr 1980 war das Magazin als „Style-Bibel“ erfunden, und eine neue Jugendkultur entstand. Heute ist diese Phase lange abgeschlossen, doch wie hat damals alles begonnen, und warum lief es irgendwann schief? Von Dean Kissick

 Still from  American Psycho, 2000 Christian Bale as Patrick Bateman with Huey Lewis and The New's album Fore!

Still from American Psycho, 2000

Christian Bale as Patrick Bateman with Huey Lewis and The New's album Fore!

Welchen Sound braucht ein Jahrzehnt, das die Gesellschaft zerstört? Einen mit makellosen Oberflächen, der das Leiden übertönt. Über die Musikkritik von Patrick Bateman ("American Psycho"). Von Rob Horning

Was war die Postmoderne?

Warum ist Jean Baudrillard der Philosoph der 80er?

Wie veränderten die 80er Jahre die New Yorker Kunstszene?

von Jessica Diamond, Ed Fornieles, Richard Hoeck & John Miller, Ida Ekblad, Julia Wachtel

 "The Real Estate Show," 123, Delancey Street, New York City, 31.12.1979 - 21.1.1980

"The Real Estate Show," 123, Delancey Street, New York City, 31.12.1979 - 21.1.1980

Photo: Andrea Messner

Die 80er Jahre sind ein ferner Spiegel der Gegenwart: Karrierismus, Habgier, Konsumwahn, Brutalität. Doch die Aussicht auf Selbstzerstörung kann auch ein neues Gemeinschaftsgefühl wecken. Bob Nickas über kollektiven Widerstand in einem Jahrzehnt der Ambivalenz.

 Image of the Battle of Orgreave, a violent confrontation between police and pickets during the 1984-85 UK miner's strike in Oregreave, Yorkshire, UK

Image of the Battle of Orgreave, a violent confrontation between police and pickets during the 1984-85 UK miner's strike in Oregreave, Yorkshire, UK

"London in den 80ern war dreckig und depressiv. Auf diese Stimmung reagierte eine neue Künstlergeneration: Sie spielten mit den kulturellen Hierarchien und codierten die Zeichen so lange um, bis nicht mehr klar war, auf welcher Seite sie eigentlich standen." Von Liam Gillick

Joanna Fiduccia über Gretchen Vorspann für "America's Most Wanted"

Sarah Morris und Thaddaeus Ropac über "The Silent Baroque" (1989) in Salzburg

Lynne Cooke über Rosemarie Trockels "Made West in Germany" (1987)

Das New Yorker Künstler-Aktivisten-Kollektiv Gran Fury entstand 1988 aus der Gruppierung ACT UP (AIDS Coalition to Unleash Power). Sie waren „zornige Individuen, die mit der Macht der Kunst die AIDS-Krise beenden wollten“und prägten an ihrem Höhepunkt den öffentlichen Diskurs mit ikonischen Agitprop-Bildern. Von Alison M. Gingeras and Jamieson Webster

 Pippa Garner modeling works from her series “Shirt Storm”, 2017

Pippa Garner modeling works from her series “Shirt Storm”, 2017

Als die Künstlerin Pippa Garner noch Phil hieß, war sie unter anderem als Frontkünstler im Vietnam-Krieg, studierte danach Automobildesign und entwarf ironische Gebrauchsobjekte für eine Zukunft, die nie kommen sollte. Krieg, Konsum, Innovation, Amerika. Ein Gespräch über das Leben in gewollter Entfremdung. Von Fiona Duncan

 readymades belong to everyone®
Thinking of... (1993)

Gerade als der Kunstmarkt Mitte der 80er einen Boom erlebte, begann Philippe Thomas den Personenkult mit Witz und Poesie zu hintertreiben. Über einen Künstler, der die paradoxen Verstrickungen von Kunst, Kommerz und Autorschaft freilegte, indem er sich selbst aus dem System nahm. Von Barbara Casavecchia.

Gins und Arakawa widmeten ihr Leben der Unsterblichkeit. Sie entwarfen und bauten Architektur, die den Menschen zwang, neue Verhaltensweisen zu entwickeln und sich körperlich so zu verändern, bis er lernt, nicht mehr sterben zu müssen. Von Elvia Wilk

In den letzten Jahren tauchte eine neue Generation junger Rapper auf, die so irreal erscheint wie die Gegenwart, die sie geschaffen hat. Sie wirken wie kollektive Halluzinationen: einige sind großartig, andere grauenhaft, aber alle sind sie weird. Von Dean Kissick

Wie sieht es heute auf den Straßen aus, wenn mitten in Europa, am rechten Rand seiner Union, demokratische Wahlen stattfinden? Über Politik im öffentlichen Raum in Ungarn. Von Róza El-Hassan

Marianna Simnett pushes her body to the limit – hyperventilating until she faints or injecting Botox into her vocal cords. Her films are about the complexities of gender, contamination, robot cockroaches, cosmetic manipulation, sworn virgins, and Freudian experiments. By Ella Plevin

Kann man den Künstler von seinem Werk trennen? Was, wenn das Leben ein Werk ist? Otto Muehl gründete Anfang der 1970er Jahre eine Kommune, in der gesellschaftliche Normen aufgelöst wurden und erklärte sie zu revolutionärer Kunst. Über ein gescheitertes Experiment und was es mit der Gegenwart zu tun hat. Von Alison Gingeras & Jamieson Webster

Die Künstlerin Sandra Mujinga spielt mit der Ökonomie von Sichtbarkeit und Verschwinden. Die traditionellen Identity Politics der Präsenz werden verkehrt, um aus dem Verborgenen heraus zu agieren. Wenn alles überwacht ist, liegt das größte Potential in der Dunkelheit. Von Jeppe Ugelvig

Wofür würde Édouard Glissant kämpfen?

Von Ramin Haerizadeh, Rokni Haerizadeh und Hesam Rahmanian

Rachel Whiteread im Belvedere 21 von Kimberly Bradley, Bruno Gironcoli im mumok und Galerie Krinzinger von Maximilian Geymüller, Lindsay Lawson bei Lisa Kandlhofer und Ydessa Hendeles in der Kunsthalle Wien von Gianna Prein

Isa Genzken in der König Galerie von Dominikus Müller, Preis der Nationalgalerie von Chloe Stead, Parapolitics im HKW von Alexander Scrimgeour, Salvage Art Institute bei BNKR in München von Daniela Stöppel, Alexander Kluge im Folkwang Museum in Essen von Moritz Scheper

Glopartheid. Von Mohammad Salemy

Marcel Broodthaers, Parle Ecrit Copie (1972–73)
Three typewriters, letterpress on canvas, each 34 x 31.5 x 38 cm, © Estate Marcel Broodthaers, Courtesy Michael Werner Gallery

Contemporary Art Writing Daily schreiben anonyme Ausstellungskritiken. Ihr Stil ist verspielt, elliptisch und scharf – Kritik wird auf das Wesentliche reduziert. Von Alexander Scrimgeour

Das klassische amerikanische Einkaufszentrum wurde zu einer bizarren postmodernen Phantasie umgestaltet. Von Dean Kissick

 Martin Kippenberger,  METRO-Net Skulptur: Transportabler U-Bahn-Eingang (1997)

Die Documenta X (1997) von Daniel Baumann

Gustave Courbet, "La dame auf podoscaphe". Von Daniela Stöppel

Was ist die bahnbrechendste Tech-Entwicklung der letzten Zeit?

Was macht das Neue so attraktiv?

 Henri Cartier-Bresson "Men Laying on Grass, Boston, Massachussetts, USA" (1947)

Henri Cartier-Bresson
"Men Laying on Grass, Boston, Massachussetts, USA" (1947)

In einiger Zeit könnte die Vollautomatisierung das Ende der Arbeit bedeuten. Und dann, was tun? Die Antwort liegt vielleicht nicht vor, sondern hinter uns. Von Tom McCarthy

Nach zahlreichen Galerie-Schließungen scheint der Verdacht bestätigt, dass dieses Modell der Galerie unter Druck geraten ist. Die Galeristen Vanessa Carlos, Jean-Claude Freymond-Guth und Kevin Rubén Jacobs trafen sich bei Spike zu einem Gespräch.

Courtesy Metahaven, Lighthouse & The Space

Wenn ein Vorlesungssaal voller Zombies und digitaler Kunstwerke nur ein paar Klicks entfernt ist, gibt es keinen Grund durch die Online-Dokumentationen von Offline-Ausstellungen zu scrollen. Ein Text über neue Formate digitaler Kunst. Von Natalie Kane

 Pan with Bears  (2017), Courtesy the artist, Metro Pictures, New York, and Tanya Leighton, Berlin

Pan with Bears (2017), Courtesy the artist, Metro Pictures, New York, and Tanya Leighton, Berlin

Die Unter­scheidung zwischen real und digital hat den in Österreich geborenen Künstler und Mitbegründer des einflussreichen Bildblogs VVORK (2006-2012) nie interessiert. Mit seinen Arbeiten rüttelt er am autori­tären Privileg der etablierten Instituti­onen der Kunst. Von Chloe Stead

 Gilbert the Cunt and George the Shit , Magazine Sculpture (1969)

George the Cunt and Gilbert the Shit, Magazine Sculpture (1969)

Gilbert & George konstruieren sich seit über fünfzig Jahren ein Image, das undurchsichtig bleibt. In Zeiten der Grabenkämpfe von Identity Politics erinnert ihr Werk an die politische Kraft des produktiven Entzugs. Von Dean Kissick 

 Lifestyle Wars (Detail, 2017) Courtesy of the artist, 47 Canal, New York, and the Solomon R. Guggenheim Museum, New York, Photo: Joerg Lohse,

Die in New York lebende koreanische Künstlerin Anicka Yi bringt penetrante Düfte und bunte Bakterienkulturen in Ausstellungsräume. Yi verschränkt Hi-Tech mit Feminismus und inszeniert die Zukunft grandios in der Gegenwart. Von Joanna Fiduccia

Wu Tsang in der Kunsthalle Münster von Kolja Reichert, "Generation Loss" in der Julia Stoschek Collection Düsseldorf von Robert Schulte, Anne Speier im Portikus von Sofia Leiby, "After the Fact: Propaganda in the 21st Century" im Lenbachhaus München von Christoph Chwatal

Zeugenschutz. Von Ariana Reines

Smartphone und Social-Media haben sich längst zwischen uns und die Welt da draußen geschoben, dabei stehen sie nur für ein altes Problem. Die Jagd nach der unmittelbaren Erfahrung ist ein hoffnungsvolles Unterfangen, das nie aufgeben wurde. Von Rob Horning

 Roger Federer, Australian Open 2016 Photo Leonard Zhukowsky / Shutterstock.com

Roger Federer, Australian Open 2016
Photo Leonard Zhukowsky / Shutterstock.com

Warum ist Tennis wieder interessant? Legenden wie Roger Federer, Venus Williams und Rafael Nadal kommen heldenhaft wieder auf den Platz, drehen die Uhr zurück und bringen mit ihrem Sport ein Leuchten in dunkle Zeiten. Von Asad Raza

Thomas Lawson über Group Materials Ausstellung "Primer (for Raymond Williams" bei Artists Space (1982)

Emily Jacir verwandelt ihr 127 Jahre altes Familienhaus in Bethlehem in ein internationales Zentrum für Kunst – Dar Jacir ist ein Projekt zwischen politisch und privat. Von Kaelen Wilson-Goldie

Die Wirklichkeit steht unter Generalverdacht. Angeblich leben wir in einer Computersimulation, das Postfaktische ist in aller Munde, Lebens­mittelkonzerne werben mit dem Echten. Das Reale verschwindet aber nicht. Es ist nur durchsetzt mit Fiktion. Von Klaus Speidel

Gab es nicht immer schon eine Nähe zwischen Kunst und Unter­nehmertum, und wird es nicht Zeit, dass die Kunstwelt ihre scheinheilige Moral endlich aufgibt? Über Künstler, die Firmen gründen, die Grenze zwischen Kunst und Geschäft überwunden haben und neue Modelle künstlerischer Unabhängigkeit erproben. Von Martin Herbert

Bei Francesco Vezzoli denkt man an den extremen Glamour und die Hollywoodstars seiner früheren Arbeiten. Das ist kaum zehn Jahre her, aber die Zeiten haben sich geändert. In einer Gegenwart, in der Celebrity-Culture zur ernsten Realität von Politik und Kunstwelt geworden ist, verliert alles seine Unschuld. Von Dean Kissick

 STAGING (2017), installation view;  Neue Neue Galerie (Neue Hauptpost), Kassel, documenta 14 

STAGING (2017), Installationsansicht; 
Neue Neue Galerie (Neue Hauptpost), Kassel, documenta 14 

In den Performances von Maria Hassabi werden Körper in so unendlich langsamer Eleganz vorgeführt, dass die Bewegung zum Bild wird und ein verunsicherndes Spiel aus Posen, Mode und Display entsteht. Von Harry Burke 

Zeigt ein Dokumentarfilm die Wahrheit?

Was ist das Porn Punctum?

Hat das Readymade seine Kraft verloren?