Spike Annual Edition Portfolio

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*Samara Golden*
/“Mass Murder, blue room #1”, 2014/

 

Rechts

*Jonathan Monk*
/“The Windows of The Museum”, 2014/

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Samara Golden
“Mass Murder, blue room #1”, 2014

 

Rechts

Jonathan Monk
“The Windows of The Museum”, 2014

*Heimo Zobernig*
/Ohne Titel, 2014/

Heimo Zobernig
Ohne Titel, 2014

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*Rob Pruitt*
/“USE THIS TAPE TO: JOIN 2 THINGS TOGETHER FOREVER”, 2014/

 

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Rob Pruitt
“USE THIS TAPE TO: JOIN 2 THINGS TOGETHER FOREVER”, 2014

 

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*Sylvie Fleury*
/“CAMINO DEL SOL”, 2014/

 

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*Rob Pruitt*
/“USE THIS TAPE TO: JOIN 2 THINGS TOGETHER FOREVER”, 2014/

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Sylvie Fleury
“CAMINO DEL SOL”, 2014

 

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Rob Pruitt
“USE THIS TAPE TO: JOIN 2 THINGS TOGETHER FOREVER”, 2014

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*Darren Bader*
/“11.62 EUR”/

 

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*Sylvie Fleury*
/“CAMINO DEL SOL”, 2014/

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Darren Bader
“11.62 EUR”

 

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Sylvie Fleury
“CAMINO DEL SOL”, 2014

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*Jonathan Monk*
/“The Windows of The Museum”, 2014/

 

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*Darren Bader*
/“11.62 EUR”/

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Jonathan Monk
“The Windows of The Museum”, 2014

 

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Darren Bader
“11.62 EUR”

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*Samara Golden*
/“Mass Murder, blue room #1”, 2014/

 

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*Jonathan Monk*
/“The Windows of The Museum”, 2014/

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Samara Golden
“Mass Murder, blue room #1”, 2014

 

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Jonathan Monk
“The Windows of The Museum”, 2014

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*Samara Golden*
/“Mass Murder, blue room #1”, 2014/

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Samara Golden
“Mass Murder, blue room #1”, 2014

*Darren Bader*
/“11.62 EUR”/

Darren Bader
“11.62 EUR”

*Sylvie Fleury*
/“CAMINO DEL SOL”, 2014/

Sylvie Fleury
“CAMINO DEL SOL”, 2014

*Samara Golden*
/“Mass Murder, blue room #1”, 2014/

Samara Golden
“Mass Murder, blue room #1”, 2014

*Jonathan Monk*
/“The Windows of The Museum”, 2014/

Jonathan Monk
“The Windows of The Museum”, 2014

*Rob Pruitt*
/“USE THIS TAPE TO: JOIN 2 THINGS TOGETHER FOREVER”, 2014/

Rob Pruitt
“USE THIS TAPE TO: JOIN 2 THINGS TOGETHER FOREVER”, 2014

Image Info

Das erste Spike Annual Edition Portfolio besteht aus eigens für Spike konzipierten Arbeiten der folgenden Künstler:

Darren Bader
Sylvie Fleury
Samara Golden
Jonathan Monk
Rob Pruitt
Heimo Zobernig

Das Portfolio hat eine Auflage von 100 + 6 AP, jedes einzelne verpackt in einer limitierten Archivbox von Heimo Zobernig. Die Serie ist kuratiert von Stefan Tasch.  

€ 1180 (inkl. 13% MwSt, zzgl. Versand)

 

Mehr Info:

Darren Bader
“11.62 EUR”
Maße variabel
Signiertes und nummeriertes Zertifikat

Darren Bader zeigte auf der New Yorker Whitney Biennale 2014 zwei zylindrische, durchsichtige Spendenboxen. Die Besucher konnten entweder Geld „für etwas“ oder „für nichts“ spenden. Diese mitunter absurden Formen von Entscheidungsfreiheit verbunden mit Aufgaben oder Anweisungen verfolgen oft keinen unmittelbaren Zweck oder bestimmten Sinn. Der historische Readymade-Begriff wird erweitert, indem Bader den Rezipienten miteinbezieht, ihn zum Komplizen seiner Vorstellungen von Kunst macht. Die Mechanismen des Kunstmarktes werden ebenso ad absurdum geführt wie gängige Vorstellungen von Autorschaft. Die „11.62 EUR“ können – wie auf Baders Zertifikat zu lesen ist – ausgegeben, behalten oder auch vergessen werden. Die Arbeit bleibt in ihrem nominalen Geldwert bestehen – unabhängig von Marktschwankungen, die sie am Kunstmarkt erfährt. Die „11.62 EUR“ werden somit zu einem Platzhalter, der sich – zumindest auf einer formalen Ebene – einer Marktsteigerung widersetzt.

Darren Bader wurde 1978 in Bridgeport, Connecticut geboren und lebt in New York. 

Sylvie Fleury
“CAMINO DEL SOL”, 2014
Acrylglas schwarz, graviert, weiß ausgelegt, 4 Distanzhülsen, Messing vernickelt, 4 Rundkopfschrauben Eisen, 4 Dübel
15 x 21 x 0,5 cm
Signiertes und nummeriertes Zertifikat

Luxusautos, Louis Vuitton Taschen, High Heels – Readymade-Objekte, in Bronze gegossen oder als Teil großer Installationen – machten Sylvie Fleury in den 1990er Jahren bekannt. Sie zählt seither zu den wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart. Ihre Protagonisten sind die Oberflächen der Konsumwelt mit ihrer Kraft zur Manipulation und Verführung. Fleury benutzt bekannte Werbeslogans oder Markennamen wie „BE AMAZING“, „ETERNITY“ oder „ÉGOÏSTE“, um ihnen mit Ironie und kritischer Neuausrichtung tiefere Bedeutung zu geben. Die neue Arbeit „CAMINO DEL SOL“ verzichtet allerdings auf eine wiedererkennbare Markensymbolik. Das Piktogramm evoziert vielmehr eine universelle Dynamik, in der es keine erkennbare Trennung zwischen Innen- und Außenraum gibt. Was wird angezeigt, eine Strömung hinein oder hinaus? Das schwarze Plexiglas hängt wie ein kryptisches Zeichen an der Wand, es reflektiert seine Umgebung und den Betrachter und wird wie ein Spiegel zum bewusstseinsbildenden Medium. 

Sylvie Fleury wurde 1961 in Genf geboren und lebt in Genf. 

Samara Golden
“Mass Murder, blue room #1”, 2014

Digitaler Pigmentprint
Papierformat 40 x 30 cm, Bild 37 x 24,5 cm
Signiert und nummeriert auf der Rückseite

Samara Golden erzeugt in ihren kulissenhaften Installationen auf subtile Weise Atmosphären, die je nach Setting, Lichtsituation und Farbwahl die unterschiedlichsten Gefühle, Erinnerungen und Stimmungen hervorrufen. Die phantasmagorischen Räume und viele der darin gezeigten Objekte werden von Golden selbst hergestellt – Betten, Tische, Musikinstrumente. In der Installation „Mass Murder, blue room“ (Night Gallery, L.A., 2014) standen reflektierende Sofas auf einem blauen Teppich oder hingen von der Decke. Eingegrenzt wurde das Setting von zwei verspiegelten Wänden, die das salonartige Interieur mit Klavierflügel und verschieden weiteren Objekten mehrfach widerspiegelten und die Dimensionen des Raumes um ein Vielfaches erweiterten. Eine Videoprojektion, die in der verspiegelten Seitenwand zu sehen ist, erzeugt den illusionären Eindruck einer riesigen Fensteröffnung, die den Raum mit dem warmen Licht eines Sonnenuntergangs durchflutet. Das Foto „Mass Murder, blue room #1“ zeigt einen Ausschnitt dieses Settings. 

Samara Golden wurde 1973 in Ann Arbor, Michigan geboren und lebt in Los Angeles.

Jonathan Monk
“The Windows of The Museum”, 2014

Digitaler Pigmentprint
32 x 53 cm
Signiert und nummeriert auf der Rückseite

Jonathan Monk ist einer von wenigen Künstlern, die sich im Besonderen mit der künstlerischen Form der Edition befassen. Einige seiner wichtigsten Arbeiten sind als Editionen entstanden. Künstlerischen Bewegungen wie die Avantgarden des frühen 20. Jahrhunderts oder der Konzeptkunst der 1960er und 70er begegnet er mit Ironie, aber auch Anerkennung und Nostalgie. Die eigene Biografie und das persönliche Umfeld werden in seine konzeptuellen Überlegungen und Arbeiten immer mit einbezogen. Während eines „Artist in Residence-Programms“ im Wiener Belvedere Anfang 2000 erwarb Monk drei Dia-Sets mit jeweils sechs Werken des Malers Gustav Klimt. Darunter das berühmte „Beethovenfries“, „Der Kuss“ und „Judith“. Bei näherer Betrachtung kann man im oberen Teil der Diahüllen den Namen „Gustav Klimt“ sowie der Sammlung „Österreichische Galerie“ (Belvedere) erkennen, doch spätestens beim Versuch diese Aufdrucke zu entziffern wird klar, dass Monk uns die Arbeiten seitenverkehrt präsentiert. Das vermeintlich abgesicherte Wissen und die schnelle Schlussfolgerung, es handle sich um die Reproduktion eines Originals, werden von Monk auf die Probe gestellt. Die Arbeit kann darüber hinaus auch als eine Art zeitgeschichtliches Dokument gesehen werden. Die Malereien sind in dieser Einheit in Österreich nicht mehr zu sehen – 2001 und 2006 wurden „Dame mit Federboa“, „Adele Bloch-Bauer I“ und „ABB II“ an die rechtmäßigen Erben restituiert.

Jonathan Monk wurde 1969 in Leicester geboren und lebt in Berlin.

Rob Pruitt
“USE THIS TAPE TO: JOIN 2 THINGS TOGETHER FOREVER”, 2014
Bedrucktes Klebeband, 4-farbig, Vinyl
4,8 x 6600 cm + Spike Art Quarterly #42
Signiertes und nummeriertes Zertifikat

Pandabären, mit Beton ausgegossene Jeans oder Skulpturen aus alten Autoreifen – Rob Pruitt verbindet in Installationen, Malereien und Aktionen Pop und Folk Art, Ironie und Style. Mit Arbeiten wie dem „Cocaine Buffet“, einer fünf Meter langen Line Kokain für die New Yorker Kunstszene, oder den „101 Art Ideas You Can Do Yourself“ hält Pruitt das Publikum an, selbst aktiv zu werden. Auch die von ihm organisierten Flohmärkte und der „Rob Pruitt Art Award“, eine Art Oscar für die Kunstszene, sind Teil seiner Kunst und beziehen andere mit ein. Mit der Rolle des Zeremonienmeisters kokettiert Pruitt in der Arbeit „USE THIS TAPE TO: JOIN 2 THINGS TOGETHER FOREVER“. Mit Pruitts ironischem Segen „By Reverend Rob Pruitt“ können zwei Gegenstände für immer miteinander verbunden werden. Auf Seite neunzig des beigelegten Magazins gibt es dazu drei konkrete Beispiele von Pruitt, wie man das Klebeband benutzen könnte. Die eigentliche Anleitung inklusive potenzieller Gegenstände (eine Kuhglocke, eine Lampe oder ein Hundehaus) und Kombinationen davon sind auf dem Band zu lesen. Doch kann der Besitzer der Arbeit natürlich frei wählen, welche zwei Dinge er „für immer“ vereinigen will. Und auch diejenigen, die nicht im Besitz eines Klebebandes von Pruitt sind, können der Anleitung folgen. Somit ist „USE THIS TAPE TO: JOIN 2 THINGS TOGETHER FOREVER“ auch als demokratische, offene, für alle anwendbare Arbeit konzipiert.

Rob Pruitt wurde 1964 in Washington, D.C. geboren und Er lebt in New York.

Heimo Zobernig
Ohne Titel, 2014
Stülpdeckelschachtel, genutet, Mühlenheftung, 1,8 mm Rohkarton (unikat) 5 Styroporeinlagen
56,5 x 40,5 x 16 cm

Pressspan, Holz, Jute, Karton und Styropor wurden zu Markenzeichen des diesjährigen Biennale-Teilnehmers für Österreich, Heimo Zobernig. Sein künstlerisches Betätigungsfeld ist groß: Skulptur, Bühnenbild, Malerei, Ausstellungen, Plakate, Kataloge, Bücher, Design und Performance. Zobernigs Arbeiten können allerdings nicht so ohne Weiteres in Kategorien unterteilt werden, vielmehr sind sie auf Bezugnahme hin orientiert, auf Austausch und Transfer zwischen den einzelnen Gattungen. Neben Karton-Skulpturen, die das minimalistische Ideal der Objektivität und des Materials subtil und subversiv unterlaufen, indem sie den billigen Werkstoff zu Schau stellen, erzeugt er mit seinen zwischen Kunst, Design und Architektur konzipierten Bühnen (documenta IX) oder Cafés (Münster, 1997) Arbeiten mit dienstleistungsähnlichem Charakter. Auch mit seiner Edition O.T., 2014 entwirft Zobernig eine Box, die genauso autonome Skulptur ist wie funktionaler Gegenstand und die Arbeiten der anderen Künstler archiviert. Die Box enthält fünf Styroporeinlagen, die sich einzeln herausnehmen lassen und sich auch als Display für die Editionen verwenden lassen.

Heimo Zobernig wurde 1958 in Mauthen geboren und lebt in Vienna.