#43 Frühling 2015

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Jeder Mensch muss ein Künstler sein. Was heißt das für den Künstler? Wenn der Mythos von Schöpfertum und Selbstbestimmung alle Lebensbereiche erfasst hat – was bleibt dem Künstler noch zu tun? Kann das einzelne Werk noch Differenz erzeugen, wenn einst stabile Konzepte von Öffentlichkeit und Geschichte außer Kraft geraten? Wenn sich das Werk auflöst – mündet künstlerische Arbeit dann in die Gestaltung von Existenz?

Mit einem Roundtable mit Simon Denny, Natascha Sadr Haghighian und Alexander Koch; einem Interview mit Heimo Zobernig; Porträts von Henri Matisse, Korakrit Arunanondchai und Weronika Ławniczak. Martin Herbert folgt der Figur des erfundenen Künstlers von Duchamp bis heute und entdeckt in ihm einen Spiegel der Umbrüche in der Kunstwelt. Kolja Reichert und Christian Kobald zeichnen nach, was aus einer Kunstwelt geworden ist, die alles integriert. John Menick über Kinohelden von heute: zielfixierte Selbstoptimierer auf Drogen. Cara Delevigny im 3M Paparazzi Blocker Anorak, gesehen von Jon Leon. Artist’s Favourites von Simon Fujiwara. Künstlerbeiträge von Andro Wekua, Keren Cytter, Misha Stroj und Nicole Eisenman.

Views
Than Hussein Clark in der David Roberts Art Foundation in London; Charles Atlas bei Luhring Augustine in New York; Trisha Donnelly in der Julia Stoschek Collection in Düsseldorf; Ein Gespräch mit Olaf Metzel über seine Ausstellung im Kunstraum Innsbruck; Dorothy Iannone bei Peres Projects in Berlin; Ramin Haerizadeh/Rokni Haerizadeh/Hesam Rahmanian in der Kunsthalle Zürich; Wesley Willis bei Delmes & Zander in Berlin; und viele mehr.
Seduction
or the things we like: Von Andrew Berardini, Christine König, Kolja Reichert, Toke Lykkeberg, Martha Kirszenbaum
Postkarte aus London
Die Zeit, in der sich Künstler dem Ausverkauf der Stadt entgegenstellten, ist vorbei. In London können sich immer weniger die Miete leisten. Während die Galerieräume größer werden, verlassen die Künstler die Stadt. Oliver Basciano ist noch da und zieht mal wieder um.
Portrait Henri Matisse
Seine Kunst solle Trost spenden wie der Sessel dem Geschäftsmann am Abend. Woher kommt das wiederkehrende Interesse für das „Ge­fällige“ in seinem Werk? Von Joanna Fiduccia
Künstlerbeiträge
von Andro Wekua, Keren Cytter, Misha Stroj, Nicole Eisenman
Curator's Key
Roger Buergel, Direktor des Johann Jacobs Museum in Zürich, über „A Season in Shell" von Daisy Bisenieks und Royce Ng (2013)