#51 Frühling 2017

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Wenn sich Gesellschaft und Politik im Wandel befinden und alte Modelle des Denkens nicht mehr funktionieren – kann Kunst dann helfen?

Über die Stärke und gesellschaftliche Aufgabe der Kunst diskutieren Chus Martínez, Michaela Meise und Dieter Lesage in einem Roundtable. Josef Strau spricht in einem Interview über das Rettende der Kunst, auch für Kenny Schachter ist sie Zuflucht und Heilmittel, Daniel Baumann erkennt ein Versprechen in der Form und für Jan Verwoert hat Kunst die Funktion, Umgangsformen für das Zusammenleben zu lehren. Neben Porträts von Dorothy Iannone oder Tetsumi Kudo und dessen „Philosophie der Impotenz“, berichten wir über den Abstieg der Supermodels, die TV-Serie „The Crown“, die Retrospektive von Jimmie Durham im Hammer Museum Los Angeles und vieles mehr.

Gesellschaft am Ende

Outsourcing ist Entfernung mal Abstand. Von Shumon Basar

Views

aus Los Angeles, New York, London, Basel, Bern, Berlin, Hamburg und Wien

Seduction

von Robert Müller, Porpentine Charity Heartscape, John Holten, Stefanie Kleefeld, Warren Neidich

TV

„The Crown“: Die britische Königsfamilie und der verlorene Traum Großbritanniens, eine Großmacht zu sein. Von Steven Warwick

Books

Jan Küveler über die beiden neuen Romane von Christian Kracht und Christoph Ransmayr 

Fashion

No-Names auf den Laufstegen. Die Modewelt hat sich von den Celebrities verabschiedet. Von Dean Kissick

Essay: Schicksal und Form

In Kunst, Liebe und Politik zählen die ersten Momente einer Begegnung. Sie bestimmen jeden weiteren Verlauf, steuern auf Erfolg oder Misserfolg, Glück oder Unglück zu. Kann uns die Kunst ein Gefühl für die richtigen Umgangsformen lehren? Von Jan Verwoert

Q/A Daniel Baumann

Was verspricht die Form?

Interview Josef Strau

Der Künstler im Gespräch mit Anna Gritz über nicht abzuschüttelnde Verhaltensmuster und Subjektivität als System, alternative ökonomische Modelle – und dass die ihm so verhasste Kunst es war, die ihn am Ende rettete.

Portrait Marie Angeletti

In ihren Arbeiten verbinden sich Produktion und ihre Bedingungen, Künstlerleben, Ausstellungskontexte und Aufträge, Zirkulation und Distribution von Bildern zu einem schier unentwirrbaren Knoten. Von Dominikus Müller

Portrait Dorothy Iannone

Die Künstlerin ist für Malereien bekannt, in denen sie die „ekstatische Einheit“ mit ihrem damaligen Partner, dem Künstler Dieter Roth, feierte. Sie bewegte sich im Umfeld der Fluxus-Bewegung, aber gehörte nie zum Kanon. Von Barbara Casavecchia

Portrait Tetsumi Kudo

Neben den fluoreszierenden Farben, organischen Formen und apokalyptischen Dekors des Künstlers sieht selbst die gewagteste Post-Internet-Kunst wie ein armer Cousin vom Land aus. Von Joanna Fiduccia

Bildbeiträge von

Nina Könnemann, Michael Hakimi, Talia Chetrit, Min Yoon, Mitchell Syrop

Postkarte

aus dem Café de Flore in Paris von Martha Kirszenbaum

Roundtable: Eine kommende Sprache

Die Kunstwelt steht unter dem Bann einer neuen politischen Dringlichkeit. Chus Martínez, Michaela Meise und Dieter Lesage diskutieren über die Stärke und gesellschaftliche Aufgabe der Kunst 

Q/A Dorothea von Hantelmann

Was kann Kunst als Kunst?

One Work

Tenzing Barshee über Cyprien Gaillards Video „Desniansky Raion“ (2007)

Exhibition Histories

“Freeze” war wohl die erfolgreichste Studentenausstellung aller Zeiten. Angela Bulloch im Gespräch über die 1988 von Damien Hirst in London organisierte Schau

Artist's Favourites

von Grzegorz Kowalski