Hans-Jürgen Hafner

 Ernst Ludwig Kirchner, Philipp Harth, Pablo Picasso

Ernst Ludwig Kirchner, Philipp Harth, Pablo Picasso; © bpk / Staatliche Museen zu Berlin, Zentralarchiv

Hans-Jürgen Hafner über die Berliner Galerie der Lebenden, wo 1919 die moderne Ausstellung miterfunden wurde.

 Jennifer Bartlett,  At the Lake , 1978 Einbrennlack und Siebdruck, Lack auf Stahlplatten; Öl und Leinwand (45 Platten und 2 Leinwände) Courtesy die Künstlerin und Richard Gray Gallery

Jennifer Bartlett, At the Lake, 1978
Einbrennlack und Siebdruck, Lack auf Stahlplatten; Öl und Leinwand (45 Platten und 2 Leinwände)
Courtesy die Künstlerin und Richard Gray Gallery

Künstlerassistenten sind im Kunstbetrieb omnipräsent und bleiben in der Regel dennoch fast unsichtbar. Namenlos verschwinden sie in den Ateliers ihrer Arbeitgeber, ihre Arbeitsleistung wird von deren Produktion aufgesogen und ihr häufig eigenständiger kreativer Anteil an den Werken geht vollkommen im Künstler-“Brand” auf. Aktuell zeichnet sich allerdings ein Wandel ab. Nicht nur, dass sich der Künstlerassistent als Beruf etabliert hat, die Assistenten beginnen aus ihrer Unsichtbarkeit hervorzutreten und ihre eigene Rolle als Künstler aufzuwerten. Hans-Jürgen Hafner skizziert, wie es dazu kam.

 About A B order, 2013 Diverse Materialien / Mixed media 8-teilig / 8 parts 280 x 520 x 274 cm Courtesy Galerie Nächst St. Stephan, Wien Photos: Markus Wörgötter

About A B order, 2013
Diverse Materialien / Mixed media
8-teilig / 8 parts
280 x 520 x 274 cm
Courtesy Galerie Nächst St. Stephan, Wien
Photos: Markus Wörgötter

Selbst wenn Heinrich Dunst die Register von Malerei und Performance zieht, ist der »Diskurs« das eigentliche Medium des österreichischen Künstlers. Umso wichtiger ist es, sein konzeptuelles Werk heute auch im Rückblick auf dessen Anfänge innerhalb der Wiener Szene der 80er-Jahre zu würdigen. Wenn der Diskurs der Kunst heute brüchig geworden ist, dann ist Dunst der richtige Mann, um noch die letzten bestehenden Verbindlichkeiten aufzulösen.