Harry Burke

 „Shanzhai Biennial No. 1“, Beijing Design Week, 2012, mixed media

„Shanzhai Biennial No. 1“, Beijing Design Week, 2012, mixed media

Fragen rund um Appropriation waren nie einfach, aber das New Yorker Künstlerkollektiv Shanzhai Biennial benutzt die Strategie der Kopie – oder besser: die Kopie einer Strategie –, um sich einer allzu einfachen Kategorisierung, sei es Parodie, Maskerade, Parasitismus oder Kritik zu entziehen. Ihre Arbeiten werfen Fragen zum Spektakel, zur Globalisierung und zum Branding auf und zwingen uns, wie Harry Burke argumentiert, das Verhältnis zwischen Kunst und Image neu zu denken.

 "Untitled (Body Painting 2)", 2013; Acryl auf Denim und Tintenstrahldruck, Leinwand und 100 DVDs, 218 x 162 cm; Courtesy of the artist and Clearing, New York/Brussels

Production still aus "Painting with History in a room filled with men with funny names 3", 2015

Mit Installationen aus Jeansstoff, farbenprächtigen Malereien und spektakulären Videos hat es der Künstler in kurzer Zeit zu großer Popularität gebracht und scheidet damit die Geister. Von Harry Burke

 Paul Kneale Still aus  SEO and Co , 2014 Digitales Video, 30 Min., geloopt Von links nach rechts: Oscar Khan, Harry Burke, Nina Cristante  

Paul Kneale
Still aus SEO and Co, 2014
Digitales Video, 30 Min., geloopt
Von links nach rechts: Oscar Khan, Harry Burke, Nina Cristante

 

Die „Generation Weichei“ sei harmoniesüchtig, kritikunfähig und nicht lustig, schrieb Bret Easton Ellis in der Vanity Fair und holte einmal aus zum großen Rundumschlag gegen die heute 20- bis 30-Jährigen. Der Schriftsteller Harry Burke fühlt sich angesprochen und verteidigt seine Generation.