"Überbietungswettbewerb der Geschmacklosigkeit"

Spike wird kritisiert

„Der Spike-Webauftritt ist neben dem 25-Jahre-TzK- Jubiläum das andere bemerkenswerte Kunstkritikereignis des Jahres.“

 

Das sagen die Redakteure des Berliner Kunst-Fanzines vonhundert. Voller „Faszination und Ärger“ blättern sie durch unser Magazin und über die Webseite, und vergleichen es in ihrer neuen Ausgabe mit den anderen Kunstmagazinen aus Berlin. Wir sind traurig, glücklich und dankbar, denn regelmäßig geben die Redakteure Barbara Buchmaier und Andreas Koch - knallharte Kunstkenner immerhin, die tief in den Kellern der Denkgebäude der 90er Jahre eingemauert sind, um von dort aus die Welt mit grimmiger Miene in Gut und Böse aufzuteilen - ihren sehr kritischen Gefühlen zu Spike Ausdruck. Die Perlen der Analyse haben wir zusammengefasst:  

 

„Spike ist cool.“ 

„Spike ist eher Biedermeier.“

„Spike ist extrem.“

„Spike sind halt Popper.“

„Das Namedropping bei Spike versteht kein normaler Mensch mehr.“

„Man braucht dafür ein spezielles Wissen.“ 

„Spike soll leer sein und es ist leer, und es sieht gut aus.“

„Spike sieht einfach toll und wild aus.“

„Ich fühle mich krampfhaft manipuliert, wenn ich die Spike lese.“ 

„Spike ist eine Gesamtcollage.“ 

„Es gibt keine Gestaltung mehr – oder besser eine Übergestaltung, die sich dann auflöst.“

„Spike ist plötzlich ein Fashion-Magazin.“

„Spike ist ein Überbietungswettbewerb der Geschmacklosigkeit.“

„Spike ist so post-internet, wie man gar nicht sein kann.“

„Der Designer wird bei Spike zum Autor.“

„Spike hat mit Kunstkritik am wenigsten zu tun, eher mit der proklamierten Liebe zur Kunst.“ 

„Vielleicht sind sie ja ein großer Kunstverein mit verschiedenen Organen.“

„Spike-Content-dropping kann man leicht in einem gepflegten Gespräch beim Galerienbesuch verwerten.“

 

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